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Bergklub Schweiz
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Neuigkeit
30.04.2017
Auf der Königin der Berge den König aller Könige anbeten

Ein Bericht von Daniela Hochradl:

 

Mein Vater starb mit 48 Jahren an einem aggressiven Tumor im Bauch. Ich bewunderte meinen Papa immer sehr und unternahm jede Anstrengung, um ihm zu gefallen. Vor allem in der Schule und im Sport spornte mich diese Motivation zu Höchstleistungen an.

 

Als er starb, fiel ich in einen tiefen Nebel. Ich wusste nicht, wer ich ohne meinen Vater sein soll. Warum lebe ich noch, wenn er gestorben ist? Ich verdrängte diese Fragen durch einen besonders aktiven Lebensstil und viele Unternehmungen.

 

Während meines Studiums machte ich ein Austauschsemester in der Schweiz und war plötzlich an vielen Abenden alleine. Dieses Alleinsein und die Trauer, die dabei hochkam, halfen mir den Heilungsprozess meines versteinerten Herzes anzustossen. Im Nachhinein sehe ich, wie Gott mich gesucht und zu sich gezogen hat. Unter anderem führte mich dieser Weg auch ins ICF und zum Bergklub. Ich lernte genau die „richtigen“ Menschen kennen, die mir jeweils kleine Stücke auf meinem Weg weiter helfen konnten, bis ich erkennen durfte, dass Jesus Christus der Weg zu meinem Vater im Himmel ist.

 

Als diese Wahrheit in meinem Herzen zur Gewissheit wurde, schenkte mir Gott ein neues, heiles Herz und befreite mich von meinem tiefen Groll. Er schenkte mir Demut und Dankbarkeit für mein Leben. Ich konnte umkehren, meine Sünden bekennen und mich taufen lassen.

 

Etwas später heiraten wir; auch mein Mann Stefan kam in dieser Zeit zum Glauben an Jesus Christus. Wir dürfen beide – dank der Begleitung der Familie Marfurt – seit der ersten Minute unserer Wiedergeburt als Jünger von Jesus unterwegs sein.

 

Mein Mann haderte monatelang mit der Entscheidung, ob wir unseren Lebensmittelpunkt in Österreich oder in der Schweiz aufbauen wollen. Im Nachhinein interpretiere ich diese Unentschlossenheit als Notwendigkeit. Gott wollte jedem von uns Zeit schenken, um IHN finden zu können. Nach Stefans Entscheidung für Jesus konnte er sich auch mit freudigem Herzen für ein Leben in der Schweiz entscheiden.

 

Bei der Wohnungssuche hatten wir ein sehr starkes Erlebnis mit Gott:

Wir waren uns nicht einig, welche Kriterien welche Wichtigkeit für uns haben. Wir stritten uns darüber während einer Wanderung im verschneiten Pilatusgebiet. Wir gingen kurze Zeit getrennte Wege; ich sah ein Kreuz und setzte mich dort hin. Ich fragte Gott: „Was soll ich tun? Soll ich es einfach gut sein lassen oder weiter versuchen, das Thema gemeinsam zu klären.“ Ich erkannte eine ungesunde Motivation in Stefans Bestreben die perfekte Wohnung für uns zu finden und Gott sagte mir klar: „Bleib dran!“ Wir trafen uns wieder und gingen gemeinsam weiter. An einer Waldlichtung beteten wir gemeinsam für unser Anliegen. Wir legten unsere Wünsche vor Gott und gaben sie in seine Hände. Wir sprachen Gott unser Vertrauen aus und beteten, dass gute Beziehungen zu unserem nahen Umfeld entstehen dürfen. Wir spürten beide, dass dieses Gebet sehr kraftvoll war und dass die ungesunde Motivation gebrochen war. Ich spürte den Durchbruch mit geschlossenen Augen, als mein Mann plötzlich sagte: „Schau, der Himmel ist aufgegangen.“ Tatsächlich standen wir plötzlich in Sonnenstrahlen, wo zuvor überall nur Nebel und Wolken waren.

 

Gott erfüllte auch den Wunsch, dass ich die Wohnung, die wir beziehen sollen, beim ersten Betreten erkennen würde. Seit Anfang März dürfen wir Gottes Herrlichkeit auch täglich durch die wunderschöne Bergwelt direkt von unserem Balkon aus bestaunen.

 

Bei einer Wanderung von der Seebodenalp aus, entschieden wir uns, die Rigi, die aus der Panoramasicht unseres neuen Zuhauses besonders hervorsticht, zu adoptieren. Wir wollen von der Königin der Berge aus den König aller Könige anbeten und seinen Sieg über dem Land ausrufen.

 

Du, König, bist ein König aller Könige, dem Gott vom Himmel Königreich, Macht, Stärke und Ehre gegeben hat. (Daniel 2:37)